Unternehmen

Medima – eine Marke mit Tradition

Traditionsmarke Medima

Eine faszinierende Erfolgsgeschichte

Die Geschichte der traditionsreichen Marke Medima reicht bis in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg zurück. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die mit der Vision eines jungen Unternehmers begann und allen Widerständen zum Trotz ihren wirtschaftlichen Höhepunkt in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte. Doch es ist auch eine Geschichte, die von den Schattenseiten der Globalisierung und schwerwiegenden Managementfehler erzählt. Was sich schlussendlich aber für unseren Familienbetrieb als Glücksfall herausstellen sollte und zu einem Neuanfang für die Marke Medima führen konnte.

Firmengründer Karl Scheurer (1907 – †1962) um 1925

Wie alles begann...

Wie alles begann…

Die Geschichte der Traditionsmarke Medima begann bereits im Jahr 1932. Inmitten der anhaltenden Weltwirtschaftskrise entschied sich der junge Unternehmer Karl Scheurer seine bisherige Anstellung aufzugeben, um im Oberbadischen Hauingen (bei Lörrach) seine erste eigene Angorazucht zu gründen. Die selbstgeschorene Wolle wurde zu Textilien verarbeitet. Alles zunächst in kleinem Umfang und ohne industrielle Organisation.

Doch die Anfrage nach Angorawolle und -produkten stieg rasant an, sodass die Oberbadischen Angorawerke immer weiter expandierten, bis der 2. Weltkrieg den ambitionierten Plänen Karl Scheurers ein vorzeitiges Ende setzte. Denn aufgrund ihrer hervorragenden Wärmeigenschaften und der Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen waren Angoraprodukte auch für die Luftwaffe interessant geworden. Karl Scheurer wurde von seiner eigenen Produktion abgezogen und musste auch Großteile seiner Zuchterträge an das deutsche Militär abgeben.

Expansion nach dem 2. Weltkrieg

Auch nach dem 2. Weltkrieg gestaltete sich die Fortführung des Unternehmens zunächst schwierig, denn es fehlte vor allem an Angorazuchten und Rohstoffen für die weitere Produktion. Nachdem sich die Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland aber allmählich normalisiert hatten, setzte Karl Scheurer seinen Expansionskurs mit den Oberbadischen Angorawerken unbeirrt fort. So wurde bereits 1953 der Markenname MEDIMA (MEdizin IN MAschen) kreiert und als Firmenname eingetragen. Hier entstand auch das bis heute so charakteristische Markenlogo mit dem Hasenkopf sowie die Werbefigur Lampi, die von da an aus der Funk- und Fernsehwerbung bekannt war.

Bis zu den 1990er Jahren folgten weitere Expansionen. Neben den Anfängen im Bereich der Gesundheitswäsche wurde das Angebot über die Jahre kontinuierlich ausgeweitet. Hinzu kamen neue Feinwäsche-Qualitäten, Kaschmir-Moden und sogar Sandalen. So schaffte es Medima 1985 die drittbekannteste deutsche Wäschemarke hinter Schiesser und Triumph zu werden.

Das vorläufige Ende einer Ära

Mit der zunehmenden Globalisierung ab den 1970er Jahren wird die bis dato bestehende wirtschaftliche Ordnung in Deutschland empfindlich verändert. Einer der ersten Leittragenden ist die Textilindustrie. Die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich sank massiv.
Doch bei Medima verschlimmerten im Laufe der kommenden Jahre zudem einige hausgemachte strategische Fehlentscheidungen die finanziell ohnehin schon angespannte Lage, sodass die Firma im Jahre 2001 Insolvenz anmelden musste.

Die Wiederbelebung der Traditionsmarke

Diesen Tiefpunkt in der Medima-Historie nutzte das Familien Unternehmen Peters GmbH, das bereits seit 1978 ein erfolgreicher, wenn auch bedeutend kleinerer Hersteller und Lieferant von Angoraprodukten war. Das Unternehmen kauft die Medima-Markenrechte und übernahm Produktion und Vertrieb der insolventen Traditionsmarke. Von da an arbeitete man konsequent an deren Wiederbelebung und weitete im Laufe der Jahre das Sortiment weiter aus. Dank der Kombination aus klassischen Wäschequalitäten und neuen, innovativen Materialkompositionen ist es seither gelungen, das Unternehmen und die Marke Medima zum Spezialisten für hochwertige Wäsche und Segmente aus Naturfasern auszubauen.